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Nach Annektierung Israels durch das Römische Reich im Jahre 63 v Chr. wird manch ein Israelit mit  ähnlichem  Gedankengut zu schaffen gehabt haben.

 

Aber ist das Buch Daniel für die Betrachtung und Einordnung Europas denn überhaupt relevant? Kann es denn hier Querverbindungen geben?

 

 

 


 

„Das mit der biblischen Prophetie  ist ja so eine Sache. Ja gewiss, Abraham und Mose haben von Gott Versprechungen erhalten…. aber so etwas passiert uns doch heute nicht mehr.“
Und selbst die beiden haben die Erfüllung ihrer Verheißungen ja nicht einmal erleben dürfen. Immerhin: Abraham brachte es tatsächlich auf zwölf Söhne, doch Mose hat sein verheißenes Land ja nie betreten können.  Vielleicht ist es tatsächlich besser ‚den Ball flach zu halten‘, da die Wahrscheinlichkeit der Erfüllung doch eher als wage erscheint…

In der Tat. Nicht völlig glaubensfeste Mitchristen kommen bei solchen Gedankenspielen schon leicht ins Wanken. „Ja, aber das hier sind doch die Tatsachen! Sollte denn Gott etwa gesagt haben…“ (siehe auch 1 . Mose 3.1)

Nach Annektierung Israels durch das Römische Reich im Jahre 63 v Chr. wird manch ein Israelit mit  ähnlichem  Gedankengut zu schaffen gehabt haben. Von nun ab ein römischer Vasallenstaat ohne eigene Autorität. Mit einer von Rom geduldeten Verwaltung, doch weiterhin eine Unruheprovinz. Die von Rom geforderten Steuerzahlungen waren der direkte Auslöser eines Aufstandes im Jahre 66 v Chr. Doch selbst unter dem Einsatz der römischen Armee gelang es nicht die Aufstände rasch in die Knie zu zwingen. Erst im September des Jahres 70 n Chr. gelang es die Unruhen durch Einnahme Jerusalems zu beenden. 

Mit der Einnahme Jerusalems wurde der Tempel zerstört und geplündert, durch den massenhaften Verkauf der Kriegsbeute fiel der Goldpreis in der römischen Provinz Syrien um die Hälfte.  Mit dem Tempel verlor das Judentum sein einziges kulturelles und religiöses Zentrum und die einzige Opferstätte, das wichtige Amt des Hohepriesters konnte nicht mehr weiter ausgeübt werden. Zahlreiche Juden verließen daraufhin ihre Heimat und vergrößerten die Zahl der in der Diaspora Lebenden, dessen Gebiet sich bald rund um das Mittelmeer erstreckte. [1]

Der Untergang Israels und die Zerstreuung der Juden ist bereits vorab in Prophetien vorhergesagt worden. „So wie auch die Wiederherstellung Israels und dessen Besiedelung mit Juden aus sämtlichen Erdteilen.“ So Michael Reichmann. Wir erleben uns also  als Zeitzeugen, die die Erfüllung der Prophetie in Hes 36 miterleben: 1880 eine zaghafte Besiedelung durch jüdische Vorkämpfer, 1948 die Ausrufung des Staates Israel. Der Holocaust auf Europäischen Boden leistet der Gründung des israelischen Staates nicht zuletzt bedeutenden Vorschub.

Soweit der Rückblick auf die letzten 2000 Jahre, mit den Vorhersagen für Israel und dem jüdischen Volk. „Die meisten biblischen Prophetien sind bislang schon erfüllt.“ So Michael Reichmann. Auf der anderen Seite stehen aber noch die Erfüllung anderer grundlegender Vorhersagen aus. Im Buch Daniel wird auf eine Abfolge von vier aufeinander folgenden Weltreichen verwiesen.
Aber ist das Buch Daniel für die Betrachtung und Einordnung Europas denn überhaupt relevant? Kann es denn hier Querverbindungen geben? Denn immerhin liegt Europa wahrlich nicht in der Nähe Israels, so dass ein direkter Einfluss zu Daniels Zeiten nicht einmal im Ansatz denkbar war…

Hören Sie hier auf dieser Site Michel Reichmanns Predigt „Europa aus biblischer Sicht“

jh


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