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...erst vereinzelt, dann aber bis hin zu einem Grün Belag

 

 

Gottes sensationelle Rettungstat ist als gegebene Tatsache hingenommen.

 

...doch hier haben wir dann begonnen von der Frucht unseres Ackers zu essen

 

 

 


 

»So, da sprichst Du ja gerade den Richtigen an! Denn ich gehe ja fortwährend geradeaus, meinen Blick nach vorne gerichtet. «Im Grundansatz ist diese Vorgehensweise nicht zu kritisieren. Denn: Wer keinen Punkt in der Ferne fixiert, dem gelingt es beim Pflügen nicht, eine gerade Furche zu ziehen. Genau dies besagt Luk 9.62: »Jesus erwiderte: ›Wer die Hand an den Pflug legt und dann zurückschaut, ist nicht brauchbar für das Reich Gottes. ‹ « Soweit der Exkurs in Sachen Landwirtschaft. »Damit ist doch für mich alles ›im Grünem Bereich! ‹ Oder? «

»Klar, ich möchte mich gern als einen vorbildlichen Christen zeigen oder sehe mich gar selbst so: Ein Nachfolger Jesu, nahe am Herren, einer von dem große Dinge zu erwarten sind. Auf der Suche nach Wegen, die mir - die uns, die meiner Gemeinde - den Glauben nezüu entzünden. Glaube 2.0! «
Den Glauben neu entnden… Das klingt zunächst nach einem Aufbruch, meint aber doch implizit, dass mein Glaubensleben im Rückblick eine Schlappe erlitten hat. Sind wir ehrlich mit uns selbst, lässt sich in der Rückschau tatsächlich feststellen, dass sich unser Glaubensleben im Lauf der Zeit verändert hat. »Damals war alles besser, was haben wir mit Gott doch alles erlebt. «

Selbstverständlich, der Heilige Geist ist heute immer noch in uns präsent. Doch auf unserem bestellten Feld haben sich unterdessen etliche Wildkräuter ausgebreitet. Zunächst wohl nur vereinzelt, dann aber bis hin zu einem Grünbelag, der mit der Frucht des Ackers um die Nährstoffe des Bodens konkurriert.

Die Parallele zu unserem Leben lässt sich schnell auffinden: Unsere anfängliche Begeisterung für Gottes Wirken an uns brennt nicht mehr so heiß, Gottes sensationelle Rettungstat ist als gegebene Tatsache hingenommen. Doch ein Vakuum in unserem Glaubensleben kann nicht bestehen bleiben. Es will gefüllt werden, es füllt sich ohne unsere eigenen Bemühungen.

Unsere Hobbys gewinnen hier dann z.B. ein völlig neues Gewicht. Oder auch: Wir füllen die Leere durch Konsumieren von Unterhaltung. »Na ja, und Gebets- oder Bibelstunden werden dann auch schon einmal ausgelassen. Prioritäten müssen eben halt gesetzt werden…« Nicht etwa, das Hobbys, Unterhaltung, TV oder etwa Internet per se zu meiden und zu verdammen sind. »Doch hier haben wir dann begonnen von der Frucht unseres Ackers zu essen« so Gerhard Wagner, »Ohne den Boden neu zu bestellen. «

Wir haben es hier nicht allein mit einem Phänomen der Neuzeit zu tun, obgleich moderne Unterhaltungs- Informations- und Kommunikationsmedien erst vor etwa sechzig Jahren unser Umfeld zu revolutionieren begannen. Gottes Aufruf können wir bereits im Alten Testament vernehmen:

»Denn so spricht der HERR zu denen in Juda und zu Jerusalem: Pflüget ein Neues und säet nicht unter die Dornen! « Jer 4.3 LUT

»12 Sät euch Gerechtigkeit, erntet nach dem Maß der Gnade! Pflügt einen Neubruch, denn es ist Zeit, den Herrn zu suchen, bis er kommt und euch Gerechtigkeit regnen lässt! « Hosea 10.12ff SLT

Hören Sie hier auf dieser Site Gerhard Wagners Predigt „Neubruch“

jh


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